Gottesdienst zum Aschermittwoch
Impressionen
Fotos: Technik-AG
Poetry Slam
Ich bin frei.
Ich darf jeden Tag zur Schule gehen
Ich darf dort meine Freunde sehen
Ich darf mir aussuchen, was ich machen will, was ich denken will
Jede einzelne Handlung, jeder Gedanke ist von mir bestimmt.
Jede Entscheidung geht von mir aus, ich darf frei entscheiden.
Ich darf entscheiden, was ich anziehen möchte,
mit welchem Stift ich schreiben möchte,
aus welchem Glas ich trinken möchte
Ich darf entscheiden, wer ich bin,
woran ich glaube,
was meine Werte sind.
Ich darf entscheiden, wie ich Entscheidungen treffe.
Möchte ich ehrlich sein?
Möchte ich respektvoll sein?
Möchte ich tolerant sein?
Es liegt in meiner Hand, ich habe das zu entscheiden, zu bewirken.
Dass ich das alles darf, ist nicht selbstverständlich
Das ist ein Geschenk Gottes an mich, ein großes Privileg
Für dieses Geschenk der Freiheit bin ich unendlich dankbar
Es gibt mir den Zuspruch:
Ich bin würdig
Du bist frei.
Du darfst jeden Tag zur Schule gehen
Du darfst dort deine Freunde sehen
Du darfst dir aussuchen, was du machen willst, was du denken willst
Jede einzelne Handlung, jeder Gedanke ist von dir bestimmt.
Jede Entscheidung geht von dir aus, du darfst frei entscheiden.
Du darfst entscheiden, wie du mir gegenübertrittst,
was du zu mir sagst,
wie du mich behandelst.
Ob du mich damit verletzt,
mich traurig machst,
mich glücklich machst,
mir ein gutes Gefühl gibst.
Du hast mit deinen Entscheidungen einen Einfluss auf mich, du kannst beeinflussen, wie es mir geht
Möchtest du ehrlich zu mir sein?
Möchtest du respektvoll zu mir sein?
Möchtest du mich tolerieren?
Es liegt in deiner Hand, das zu entscheiden, deine Entscheidungen betreffen auch mich, betreffen uns beide
Mit deiner Freiheit kannst du meine Freiheit einschränken
Das ist eine große Verantwortung
Du hast die wertvolle Aufgabe auf deine Mitmenschen zu achten
Du kannst sie mit Würde behandeln, denn auch sie sind würdig
Ich tue das dir gegenüber genauso,
denn
Du bist würdig.
Wir sind frei. – Das sind nicht alle gleichermaßen
Wir dürfen jeden Tag zur Schule gehen, andere Kinder dürfen das nicht.
Wir dürfen unsere Freunde sehen, andere sind gefangen.
Wir dürfen uns aussuchen, was wir machen wollen, andere haben keine Wahl.
Wir alle dürfen frei denken, denn die Gedanken, die sind frei.
Jede einzelne Handlung, jeder Gedanke ist von uns selbst bestimmt.
Unser Gehirn kann zu nichts gezwungen werden.
Wir dürfen uns unsere eigene Meinung bilden.
Wir dürfen uns mit unserer Meinung, unseren Ideen einbringen.
Wir dürfen anderen helfen, wir dürfen Verantwortung übernehmen.
Dabei können wir immer wieder reflektieren und aufs Neue entscheiden.
Möchten wir ehrlich zueinander sein?
Möchten wir uns gegenseitig respektvoll behandeln?
Möchten wir tolerant sein?
Haben wir unsere Arme offen, damit jeder Mensch in unserer Gemeinschaft einen Platz findet?
Es liegt an uns, das zu entscheiden.
Für uns selbst und im Sinne aller.
Manche Dinge entscheiden wir gemeinsam, da sie uns gemeinsam betreffen.
Und dennoch können wir alle frei sein.
Durch Rücksichtnahme können wir jedem Menschen mit der Würde begegnen, die ihm gebührt,
denn
Wir alle, jede einzelne von uns, sind würdig.